Kurzportrait

Bachem liegt an der Verbindungsstraße von Losheim am See nach Merzig, ca. 5 km sĂŒdwestlich vom Kernort Losheim am See in einer Talmulde. Ein dichtes Netz an Buslinien und Straßen sorgt fĂŒr gute Verkehrsverbindungen nach Losheim am See und zur Kreisstadt Merzig.

FlĂ€che: 6,86 kmÂČ
Einwohner: 1.543

Bachem besitzt eine vierklassige Grundschule sowie einen katholischen Kindergarten. Auch wichtige Dienstleistungseinrichtungen wie Banken und eine Poststelle findet man in Bachem vor.

Das Wirtschaftsleben wird von alteingesessenen, mittelstĂ€ndischen Handwerksbetrieben und GeschĂ€ften geprĂ€gt. Gute Verkehrsverbindungen ermöglichen auch den Besuch weiterfĂŒhrender Schulen in Losheim und Merzig. 15 % der BodenflĂ€che Bachems sind mit herrlichen Laub- und MischwĂ€ldern bestanden.

Sehr gute Wander- und Waldwege mit RuhebĂ€nken und SchutzhĂŒtten sowie Waldparkmöglichkeiten zeugen von dieser fĂŒr den Erholungssuchenden angenehmen Seite Bachems. Der Radweg “Saar-HunsrĂŒck” verlĂ€uft ĂŒber Bachemer Gebiet. DarĂŒber hinaus werden ausgezeichnete Angelsportmöglichkeiten geboten. CafĂ©s, Restaurants und GaststĂ€tten bieten den Urlaubern angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten.


Viele Pluspunkte, wenige Problemzonen

Der Losheimer Ortsteil mit seinen rund 1550 Einwohner hat alles zu bieten, was die BedĂŒrfnisse des tĂ€glichen Lebens abdeckt: zwei BĂ€ckereien, eine Metzgerei, drei Gastwirtschaften und zwei Bankfilialen. Mehrere Ferienwohnungen laden GĂ€ste zum Verweilen im Hochwald ein. Vier Gewerbebetriebe gibt es: eine Fahrzeugbeschriftung, einen Klavierbauer, eine Fahrschule und einen GetrĂ€nkemarkt. „Besonders froh sind wir in Bachem, dass Kindergarten, Grundschule und Sportplatz so kompakt zusammenliegen“, betont der Ortsvorsteher. Die neue Kinderkrippe steht kurz vor der Einweihung. „750 000 Euro wurden investiert“, sagte Frank. Die Grundschule besuchten die Kinder von Bachem, Rimlingen, Hausbach und Britten.

Die Pfarrkirche St. Willibrord ziert den Ort und wurde 2012 innen und außen renoviert. Nach einem Dreivierteljahr wurde sie zum 100-jĂ€hrigen Bestehen des Kirchenchores wieder geöffnet und erstrahlt nun in neuem Glanz. Die Freiwillige Feuerwehr unterhĂ€lt seit dem Zweiten Weltkrieg eine Partnerschaft mit der Feuerwehr in Unteraltenbernheim in Franken, wohin die Dorfbevölkerung damals evakuiert wurde. Seit fast 30 Jahren besucht der Löschbezirk regelmĂ€ĂŸig seine bayerische Freunde. In diesem Jahr starteten die SaarlĂ€nder mit 25 Leuten am Wettbewerb „Bayerische Leistungsspange“. Mit Erfolg: Neun erreichten Bronze, 14 Silber – die einzige Feuerwehr im Saarland, diese Abzeichen besitzt.

Der Heimatverein Bachem mit seinen 280 Mitgliedern wurde 1975 gegrĂŒndet, nachdem am Ortsausgang römische MĂŒnzen gefunden wurden. Der Verein verschrieb sich der Aufgabe, die Geschichte des Dorfes aufzuarbeiten und lebendig zu halten. Auf den vom Heimatverein gestalteten Ortseingangstafeln ist dies dokumentiert. Zurzeit ist ein Bildband ĂŒber Bachem in Arbeit, der Ende November erscheinen soll. Auch TheaterstĂŒcke in Mundart bringt der Verein regelmĂ€ĂŸig auf BĂŒhne. Und seit 22 Jahren rĂŒcken drei Teams als„Dorf-NikolĂ€use“ aus.

Die Sportvereine Bachem und Rimlingen haben sich 2008 zu einer Spielgemeinschaft zusammengetan und sind 2011 zur SF Bachem-Rimlingen fusioniert. Rund 750 Mitglieder hat die SF derzeit – eine gelungene „NeugrĂŒndung“, wie der Ortsvorsteher meint. Hinter dem Sportplatz befindet sich das „Kurt-Gluding-Dorf“ des SaarlĂ€ndischen Fußballbundes. Sechs HĂ€user mit je acht Betten können von Fußballvereinen, aber auch von Privatpersonen, gemietet werden.

Der Ortsvorsteher verschweigt auch nicht die „Problemzonen“ von Bachem. Der Dorfplatz – nicht gerade ein AushĂ€ngeschild – sei seit fast 20 Jahren zur Dorferneuerung angemeldet. „Auch die Verkehrsberuhigung an den OrtseingĂ€ngen wurde mehrfach gefordert, aber mangels Geld abgelehnt.“ Bachem leide stark unter dem Durchgangsverkehr. Deshalb wird nach Franks Darstellung seit Jahren der Bau der Nordsaarlandstraße gefordert. Auch die mangelnde Verkehrssicherheit in der Ortsmitte ist fĂŒr den Ortsvorsteher ein Knackpunkt. „Nur einen Zebrastreifen gibt es in Bachem zur Überquerung der Hauptverkehrsstraße.“ Nach dem Wegfall von ehrenamtlichen Lotsen, die die SchĂŒler ĂŒber die Straße geleitet hatten, sei eine Anrufampel gefordert worden. Ebenso nennt Frank die Straßenbeleuchtung auf dem Schulweg ungenĂŒgend. „Es fehlen zwei Straßenlaternen, damit die Kinder nicht im Dunkeln zur Schule mĂŒssen.“ Zurzeit bereite den Bachemern die Straße Zum Kammerforst Kummer, denn sie werde als AbkĂŒrzung fĂŒr den Schwerlastverkehr zwischen der L 375 und der L 157 genutzt. Die Straße sollte fĂŒr ĂŒber 7,5 Tonner gesperrt werden, fordert er. Schon zur Römerzeit befand sich auf dem heutigen KirchenhĂŒgel ein steinernes Bauwerk. Die frĂ€nkischen Siedler, die sich gegen Ende der Völkerwanderung zwischen Bach und HĂŒgel niederließen, gaben ihrer Siedlung den Namen Bacheim (Heim am Bach).

Im Mittelalter war das Kloster St. Maximin fĂŒr Bachem der wichtigste Grundherr. Den Mönchen dieses Klosters verdankt das Dorf die Ă€lteste, bisher bekannte schriftliche ErwĂ€hnung im Jahre 1250 im Goldenen Buch von Trier. Zu jener Zeit war der Dorfbach ein Teil der SĂŒdgrenze des großen bischöflichen Bannforstes und spĂ€ter auch des KurfĂŒrstentums Trier.

Der Dorfteil sĂŒdlich des Baches gehörte zum Herzogtum Lothringen. Das Wappen von Bachem trĂ€gt das Doppelkreuz fĂŒr das KurfĂŒrstentum Trier und die französische Lilie fĂŒr Lothringen. Aus den Kleinbauern wurden im Zuge der Industrialisierung immer mehr Bergleute und HĂŒttenarbeiter. Aus dem Bauerndorf wurde ein Wohndorf.

Bachem gehörte zeitweise zum Amt Saarburg, Pflege Losheim, zur Mairie Hausbach und zum schließlich auch zum Amt Merzig-Land. Durch die Gebietsreform wurde es 1974 ein Teil der Gemeinde Losheim.

(Quelle: SaarbrĂŒcker Zeitung)